Locatee ist ein führendes B2B-SaaS-Unternehmen im Bereich Workplace Analytics (seit März 2024 Tango Analytics Europe AG).
Die Plattform hilft Unternehmen, ihre Büroflächen datenbasiert zu optimieren. Locatee hat GrowthBay an Bord geholt, um die Marketingstrategie durch einen externen Sparringpartner kritisch zu hinterfragen, blinde Flecken aufzudecken und das Marketing-Team auf das nächste Level zu bringen

Marketing Audit
Strategie Sparring
Das Marketing-Team von Locatee wuchs stark. Steph Cattin, Head of Marketing, beschreibt das Gefühl so: "Man trifft jeden Tag dutzende Entscheidungen und merkt irgendwann, dass man nur noch im Marketing arbeitet, statt am Marketing. Man weiss nicht, was man nicht weiss. Man hat blinde Flecken. Irgendwann realisiert man: Okay, ich brauche andere Stimmen," so Steph. Was fehlte, war ein Sounding Board, jemand von aussen, mit dem man die Strategie hinterfragen und gemeinsam durchdenken konnte. „Es geht wirklich darum, nicht im Unternehmen zu arbeiten, sondern am Unternehmen. Nicht im Marketing, sondern am Marketing. Wenn du einen Sparringpartner hast, der dich da rauszieht, hilft das enorm."
Wie bei jeder Investition stellte sich die Frage: Lässt sich der Wert überhaupt messen? "Die Hauptfrage ist immer: Ist das ein gerechtfertigtes Investment? Es wird nicht in einer Zahl von SQLs auftauchen, nicht in einer Zahl von generierten Leads," gibt Steph zu. „Aber ich spürte persönlich, dass ich das brauche und dass es wertvoll sein würde." Überzeugt hat ihn letztlich GrowthBays Präsenz auf LinkedIn und im Newsletter: „Die Meinungen, die ich dort gesehen habe, haben mir gezeigt: Da steckt Wert dahinter. Genau diese Art von Inputs brauche ich, um die besten Entscheidungen im Unternehmen zu treffen".
Der Prozess begann mit intensivem Zuhören. GrowthBay stellte viele Fragen, um den Kontext, das Umfeld und die zentralen Herausforderungen von Locatee wirklich zu verstehen. Dann folgte eine iterative Phase: Rückzug, Nachdenken, Zurückkommen mit Antworten und neuen Fragen.
"Was mich überrascht hat: Die Gespräche waren in gewisser Weise sehr unstrukturiert. Ich konnte über jedes Thema sprechen, das mich beschäftigte. Aber am Ende kam etwas heraus, das sehr strukturiert war," erzählt Steph.
Das Ergebnis war so massgeschneidert, dass Steph es direkt verwenden konnte. "Ich musste nicht einmal etwas umarbeiten. Ich konnte es eins zu eins ins Wiki stellen und zum Team sagen: Hey, schau dir diesen Abschnitt an, der ist relevant für dich. So haben die internen Gespräche angefangen".
Die Zusammenarbeit führte zu mehreren konkreten Veränderungen bei Locatee. Statt alle Leads durch einen einzigen Funnel zu drücken, erkannte das Team, dass zwei parallele Wege sinnvoller sind. "Da gibt es die Community, die Fans, die unseren Content mögen, aber die sind nicht kaufbereit. Die sollten wir nicht durch einen Prozess drücken, der sie nur abschreckt," erklärt Steph. „Und wenn jemand echten Intent zeigt, müssen wir smart sein in der Art, wie wir das Gespräch starten."
Ein weiterer Aha-Moment betraf den Demo-Prozess. „Ich erinnere mich, wie ich plötzlich realisiert habe: Man muss diesen Prozess für den Kunden gestalten, nicht für die eigene Bequemlichkeit. Wenn es für uns unbequem ist, spielt das keine Rolle. Und eigentlich hatten wir es genau andersherum gemacht."
Bereits nach dem ersten Gespräch begann Steph, unnötige Meetings zu streichen und dem Team mehr Eigenverantwortung zu geben. „In manchen Fällen ist das Beste, was ich tun kann, aus dem Weg zu gehen. Die Dinge laufen schneller, die Leute sind zufriedener, und der Ownership ist da. Ich dachte, ich würde gebraucht, aber eigentlich war ich im Weg.
Ein Schlüsselfaktor war Stephs Umgang mit dem Feedback: "Ich glaube fest an Transparenz. Es bringt nichts, die Punkte zu verstecken, wo wir nicht gut dastehen. Ich habe es eins zu eins ins Wiki gestellt, kommentiert, Leute gebeten mitzukommentieren, es mit dem Leadership und meinem Team geteilt. Das war der Startpunkt für Gespräche". Und genau diese Offenheit wurde zum Hebel: „Du kannst nicht etwas mit allen teilen und dann nichts damit machen." Bis heute kommt das Team regelmässig auf das Dokument zurück. „Wir sagen: Okay, diesen Punkt haben wir noch nicht angefasst, aber jetzt könnten wir anfangen, daran zu arbeiten.
Auf die Frage, was er Kolleginnen und Kollegen sagen würde, die noch zögern, wird Steph persönlich: "Es ist manchmal ein einsamer Job, Head of Marketing zu sein. Da kommt eine Art Decision Fatigue, viel Unsicherheit, eigene Zweifel. Einfach jemanden zu haben, mit dem man reden kann, von dessen Erfahrung man profitiert - das macht einen spürbar besser in seiner Arbeit". Und zum Thema Preis-Leistung? "Denk darüber nach, wie viel besser es dich als Teamleader macht - und was dein Team dann an Ergebnissen liefert. Vielleicht kompensiert allein das Stoppen von ein, zwei dummen Ad-Kampagnen den Preis. Du weisst es nicht. Aber der Wert ist da".